Hausautomation, Teleruptoren und Dimmer
So integrieren Sie Hausautomation und zentrale Steuerung in einen Stromlaufplan.
Die Hausautomation macht einen Stromlaufplan nicht unbedingt schwieriger, aber sie verändert Ihre Sicht auf das Schalten.
Bei einer klassischen Schaltung befinden sich die Bedienelemente meist sichtbar im Raum. Ein Schalter unterbricht einfach den Strom, der zur Leuchte fließt. Bei der Hausautomation befindet sich die Steuerlogik manchmal im Verteiler, etwa in einem Aktor, Dimmer, Relaismodul oder Stromstoßschalter. Der Stromlaufplan muss dann vor allem zeigen, welcher Stromkreis versorgt wird, wo sich die Schaltkomponente befindet und welche Anschlusspunkte oder Geräte daran angeschlossen sind.
Zeichnen Sie die elektrische Realität
Ein Stromlaufplan sollte keine Softwarelogik darstellen. Er muss erkennen lassen, welcher Stromkreis geschützt ist, welches Bauteil schaltet und welcher Lichtpunkt oder welches Gerät dahinter angeschlossen ist.
Klassische Schaltung
- Die Steuerung befindet sich normalerweise im Raum;
- Das Kabel führt von den Schaltern zum Lichtpunkt;
- der Stromlaufplan lässt sich direkt als Schaltkreis lesen.
Hausautomation oder Zentralsteuerung
- Die Steuerung kann vom Stromkreis getrennt sein;
- Aktor, Dimmer oder Relais befinden sich oft im Verteiler;
- der Stromlaufplan muss deutlich zeigen, welcher Ausgang welchen Anschlusspunkt oder welches Gerät versorgt.
Grundprinzip
Ein Lichtpunkt ist ein Anschlusspunkt für ein Gerät. Ein Druckknopf ist ein Bedienelement. Ein Stromstoßschalter, Dimmer oder Aktor entscheidet, ob das angeschlossene Gerät Spannung erhält.
Auf dem Papier möchten Sie also, dass drei Dinge erkennbar bleiben:
- welcher Leitungsschutzschalter den Stromkreis schützt;
- welches Kabel oder welcher Ausgang zum Lichtpunkt oder Gerät führt;
- welche Steuer- bzw. Schaltkomponente enthalten ist.
Die zugrunde liegenden Regeln zu Schaltplaninhalten und Schaltungscodes finden Sie unter Dokumentation, Inspektion und Verantwortung und Schaltungsaufbau.
Teleruptoren und Drucktasten
Bei einem Stromstoßschalter betätigen Drucktaster ein Relais. Der Lichtpunkt ist nicht direkt hinter jedem Taster angeschlossen, sondern hinter dem geschalteten Ausgang des Stromstoßschalters.
Für den Stromlaufplan bedeutet das:
- Zeichnen Sie die Versorgung des Lichtstromkreises ein;
- zeigen Sie die Stromstoßschalter- oder Relaisfunktion;
- kennzeichnen Sie die Lichtpunkte als Anschlusspunkte dieses Stromkreises;
- stellen Sie die Bedienelemente verständlich dar, insbesondere wenn die Drucktaster im Lageplan verzeichnet sind.
Zentraldimmer
Ein zentraler Dimmer im Verteiler ist ein Schaltelement mit Dimmfunktion. Der Lichtpunkt ist am Ausgang des Dimmers angeschlossen.
Bitte beachten Sie, dass Dimmer technische Grenzen haben: Leistung, Lasttyp, Kühlung, Herstellervorschriften und manchmal spezifische Sicherheit. Ein Schaltplan muss nicht alle internen Details des Dimmers zeigen, aber er muss deutlich machen, welcher Stromkreis und welches Gerät daran angeschlossen sind.
Aktoren für die Hausautomation
Bei KNX, Loxone, Niko Home Control, Velbus oder anderen Systemen sind Ausgänge oft in Modulen gruppiert. Das kann die Installation übersichtlich machen, erhöht aber die Bedeutung einer guten Dokumentation.
Eine gute Faustregel: Zeichnen Sie nicht die Softwarelogik, sondern die elektrische Realität. Angaben wie die Softwareadresse eines Moduls sind auf einem Stromlaufplan daher nicht zwingend erforderlich.
Was sollte klar sein:
- Welcher Ausgang versorgt welchen Lichtpunkt oder welches Gerät?
- Welches Schutzgerät sichert diesen Stromkreis ab?
- Welcher Kabelquerschnitt und welcher Kabeltyp sind vorgesehen?
- Welche Punkte im Lageplan gehören zu diesem Ausgang?
| Komponente | Was Sie vor allem klarstellen |
|---|---|
| Druckknopf | Wo sich die Bedienelemente physisch befinden und welche Funktion sie haben. |
| Stromstoßschalter oder Relais | Welcher Stromkreis oder Lichtpunkt geschaltet wird. |
| Dimmer | Welcher Ausgang zu welchem Lichtpunkt führt und welche Last angeschlossen ist. |
| Aktor für Hausautomation | Welcher Modulausgang versorgt welchen elektrischen Punkt oder welches Gerät? |
Häufig gestellte Fragen
Ist jede Lampe ein separates Gerät?
Nicht unbedingt. Wenn mehrere Lampen hinter demselben Leitungsschutzschalter und derselben Schutzvorrichtung liegen, können sie zu einem Stromkreis mit mehreren Anschlusspunkten oder Abzweigen gehören. Das wird üblicherweise pro Stromkreis dargestellt. Lampen, die gemeinsam geschaltet werden, können als eine Leuchtengruppe dokumentiert werden.
Muss ich jede Drucktaste auf dem Stromlaufplan anzeigen?
Das hängt von der gewählten Darstellung und davon ab, was für das Verständnis der Installation erforderlich ist. Die tatsächliche Position der Drucktaster gehört in jedem Fall in den Lageplan. Der Stromlaufplan soll vor allem die elektrische Versorgung, den Schutz und die Schaltfunktion verdeutlichen.
Muss ich den Hausautomationsserver selbst signieren?
Nur wenn er für die elektrische Darstellung der Anlage relevant ist. Ein Controller mit Netzteil kann als Gerät eingezeichnet werden; der Stromlaufplan sollte jedoch kein Softwarediagramm werden.
Nützlich mit Condui
Condui hilft dabei, Hausautomation, Lichtpunkte, Drucktasten und Schaltkreiscodes leserlich zu dokumentieren, ohne Ihren Schaltplan in eine Softwarezeichnung umzuwandeln.